29.01.2026

EDITH Innovation Day #3 im TechQuartier Frankfurt: KI-Transfer in die Anwendung bringen

Beim EDITH Innovation Day #3  am 21.01. im TechQuartier Frankfurt stand der Praxisbezug im Mittelpunkt: konkrete Anwendungsfälle, Erfahrungen aus der Umsetzung und der Austausch darüber, was unter realen Bedingungen funktioniert. In vier intensiven Stunden kamen über 100 Teilnehmende aus Unternehmen, Kommunen, Forschung und Ökosystem zusammen, um aktuelle Entwicklungen einzuordnen, Transferpotenziale zu diskutieren und nächste Schritte für die Umsetzung abzuleiten. 


Impuls: KI-Zukunft gestalten – Kompetenzen und Anwendungsfälle als Schlüssel 

Den Auftakt machte Gregor Schmalzried mit einem Impulsvortrag, der einen breiten, bewusst optimistischen Blick auf die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz eröffnete. Er ordnete ein, wie Generative KI (z. B. ChatGPT oder Gemini) die Interaktion mit digitalen Systemen in kurzer Zeit grundlegend verändert hat – und damit zugleich neue Erwartungen wie auch Unsicherheiten in Organisationen ausgelöst wurden. 


Zentral war dabei die Perspektive: Die Potenziale sind bereits heute greifbar – entscheidend sind gezielter Kompetenzaufbauklar definierte Anwendungsfälle und ein verantwortungsvoller Einsatz, der Nutzen, Risiken und Rahmenbedingungen zusammen denkt. 


Success Cases: Umsetzungserfahrungen aus dem EDITH-Konsortium 

Im Anschluss folgten drei Praxisbeispiele aus dem EDITH-Konsortium, die konkrete Herausforderungen adressieren und Transfer in die Umsetzung bringen:

 

1) AI Speedboat mit 8 Kommunen: gemeinsame KI-Strategie und Synergien 

Felix Broßmann (SKAD AG) zeigte mit dem Format AI Speedboat, wie Kommunen KI nicht isoliert, sondern kooperativ weiterentwickeln können: durch gemeinsame Strategiearbeit, abgestimmte Use Cases und Synergien bei Kompetenzen und Umsetzung. 


2) Cyber Resilience Act (CRA): Orientierung und Unterstützung für die Praxis 

Michael Kreutzer (ATHENE / Fraunhofer SIT) stellte Unterstützungsansätze zur Umsetzung des Cyber Resilience Act (CRA) vor. Im Fokus: wie Start-ups und Unternehmen regulatorische Anforderungen frühzeitig in Prozesse und Produkte integrieren und dabei handlungsfähig bleiben können. 


3) AI Serving Grid Stability: KI für mehr Stabilität im Energiesystem 

Dr. Lukas Kaupp (hessian.AI) präsentierte ein Projekt zur KI-gestützten Stabilisierung von Energiesystemen. Ziel ist es, Anomalien frühzeitig zu erkennen und Stabilität zu erhöhen – ein Beispiel für KI-Anwendungen, die Robustheit und Resilienz in kritischen Systemen unterstützen. 


Austausch, Vernetzung und Finanzierung: Transfer braucht Anschlussfähigkeit 

Abgerundet wurde der Innovation Day durch Networking und den direkten Austausch zwischen Teilnehmenden und Partnern. Parallel zum Hauptprogramm fanden zudem 1:1-Finanzierungsberatungen statt – ein praxisnahes Angebot, um Umsetzungsfragen und nächste Schritte konkret zu adressieren. 


Fazit: Praktische Impulse für wirksame KI-Anwendungen 


Der EDITH Innovation Day #3 hat gezeigt, wie wichtig Formate sind, die Orientierung, Praxisbeispiele und Vernetzung zusammenbringen. Gerade beim Einsatz von KI in Unternehmen und Kommunen wird Wirkung dort erzielt, wo Kompetenzen aufgebaut, Use Cases sauber priorisiert und Umsetzung konsequent begleitet werden. 


Danke an das EDITH-Konsortium, alle Mitwirkenden und die Teilnehmenden für vier inspirierende Stunden voller Austausch und nachhaltiger Impulse – hessian.AIFraunhofer SIT / ATHENEMittelstand-Digital Zentrum Darmstadt (TU Darmstadt)GSI HelmholtzzentrumSKAD AG und das TechQuartier. 

Tabea
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